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Die Geschichte - Entwicklung des Unternehmens
Am 7. Mai 1959 übernahm Paul Wenzel als Pächter das „Rasthaus Schäferberg“ und die dazu gehörige Aral-Tankstelle.
Der Verpächter war die Göttinger Brauerei. Der Eigentümer der Gebäude war der Landkreis Kassel.
Der Eigentümer des Grundstücks war die Gemeinde Hohenkirchen. Beide hatten einen Erbbaurechtsvertrag miteinander.
Paul Wenzel war seit dem 15.4.1952 im Handelsregister eingetragener Eigentümer einer kleinen Großhandelsfirma für Kaffee, Spirituosen, Weine, Feinkost usw.. Er hatte auch Handelsvertretungen.
Er belieferte die regionale Gastronomie. Es war ein reines Familienunternehmen.
Helmut Wenzel war neben seinen Aufgaben im Großhandel im Schäferberg für das „operative Geschäft“ zuständig. Ihn unterstützte zeitweilig ein Geschäftsführer. Es war immer ein Familienunternehmen.
So wurde die Buchhaltung von der Mutter in Kassel gemacht und die Schwester wirkte neben ihrer beruflichen Tätigkeit beim Reparieren der Wäsche mit.
Schon vor dem „2. Weltkrieg“ war Paul Wenzel als Teilhaber in einer Großhandelsfirma mit der Belieferung der besseren Gastronomie und Feinkostgeschäfte in Mitteldeutschland tätig. Da diese Firma durch den Krieg nicht mehr existent war, arbeitete er für kurze Zeit als Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes. So war Paul Wenzel in Kassel sehr bekannt und das nützte in der Startphase des neuen Betriebes sehr. Sein hohes Ansehen auch bei Geschäftspartnern (Bank) erleichterte natürlich auch die wirtschaftlichen Transaktionen. Er galt als untadelig. Man nannte so etwas einen „königlichen Kaufmann“. Paul Wenzel war bis zu seinem Tod in 1965 sehr gern im Restaurant als Repräsentant tätig. Er war besonders stolz auf das neue Geschäft.
Kurze Zeit nach Übernahme des Schäferbergs stellte sich heraus, dass wesentliche bauliche Veränderungen gemacht werden mussten. Es musste investiert werden. Die Eigentümer und die Brauerei wollten nicht. Sie alle hatten schon genug Geld in der Vergangenheit hinein gesteckt und nicht wieder heraus bekommen. Es war alles schon damals wie heute.
Der damalige Landrat riet zum Kauf. Wir winkten entsetzt ab, denn wir hatten kein Geld und schon genug Sorgen mit dem Großhandel. Der Landrat organisierte alles. Er bot zusammen mit der Gemeinde einen günstigen Preis. Er bekümmerte sich um die Finanzierung. Wir konnten einen Teil des Kaufpreises stehen lassen und die Brauerei war mit einem Wechsel zu einer anderen Brauerei einverstanden. Die wiederum war bereit, Geld zu leihen oder zu verbürgen. So war der Grundstein gelegt.
Über 40 Jahre lang wurde gebaut und investiert. Die Sorgen wurden nicht weniger. Die Tankstelle wurde geschlossen. Die Bundesstraße wurde vierspurig. Nun würden die Kunden aus Westfalen nicht mehr über die Straße kommen und alles würde schlechter werden. Aber es hat sich alles immer wieder hingerüttelt. Das Tankstellengrundstück konnte nach Schließung der Tankstelle gekauft werden. Der Eigentümer (Landkreis) hatte zuvor netterweise noch für „seine“ Tankstelle die Einfahrten, die wir heute noch nutzen, für viel Geld gebaut.
Die erste richtig große Investition – fast 3 Millionen DM – erfolgte 1977.
Auf den „alten Saal“, der schon längst zu Hotelzimmern umgebaut worden war, wurde ein erstes Stockwerk mit 35 Hotelzimmern aufgestockt. Es gab ein Flachdach, das uns über viele Jahre „Wasserspiele“ bescherte, denn die damals in der Erprobungsphase gelieferten Folien waren einfach nicht dicht zu bekommen.
Zu diesem Zeitpunkt ging der Schäferberg auch auf Helmut Wenzel über, da die Bank diese Bedingung für die Gewährung der Hypotheken gestellt hatte.
Bis zu diesem Zeitpunkt hieß die Firma noch „Paul Wenzel“ und Helmut Wenzel führte den Betrieb im Auftrag seiner Mutter.
Der große Durchbruch für den Betrieb kam der mit den Investitionen in 1987/88 Neubau 45 Komfortzimmer, Wellnessbereich, Sauna, Tagungsräume, Wintergarten mit Wintergartensaal, Vergrößerung der Küche, Tagungsetage mit Turmzimmer, neuer Eingang und Libelle und 2003/4 Waldeslust und Vergrößerung Raum Wilhelmsthal und weitere Tagungsräume.
Danach wurden nur noch kleinere Baumaßnahme von jährlich 100 bis 250 TEU zur Optimierung des Gesamtkomplexes durchgeführt (Parkplätze, Kräutergarten usw.). Insgesamt wurden seit 1987 umgerechnet rd. 10 Mio. € investiert.
In der Zeit von 1967 bis Ende 1992 wurden vom „Gesamtunternehmen“ noch weitere Gaststätten betrieben. (Stadthalle Kassel, Stadthalle Baunatal, Hotel Neue Drusel, Kurparkhotel Bad Sooden-Allendorf, Druckspiegel, Kropfwirt, Schnellimbiss „Snääcky“, Ratskeller Kassel)
In der zentralen Organisation (Zentralbüro Stadthalle) arbeitete seit 1976 Bernd Altvater.
Er kam am 1. Januar 1993 zum Schäferberg. Das war der Zeitpunkt als sich Helmut Wenzel und seine Frau nach Immenhausen zurückzog. Am 1. Mai 2001 war Bernd Altvater 25 Jahre im Unternehmen. Nun wurde das Geschäft ständig weiter entwickelt und aufbauend auf einem guten Fundament entstand unser wundervoller beliebter Hotelbetrieb mit großer gastronomischer Kompetenz.